Pescheck-Stefan

Stefan Pescheck “auf den Theaterbühnen der Welt”                          Fotos: Archiv Stefan Pescheck

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Was wären u.a. die Theaterbühnen ohne Stefan Pescheck ? Nun vermutlich um einen  guten Nachwuchsschauspieler ärmer, Stefan wurde am 18.11.1985 in Gelnhausen geboren.

"Ich habe schon seit meiner Kindheit Theater gespielt. Mit drei Jahren habe ich z. B. das Wohnzimmer meiner Eltern zur Bühne umgebaut und habe selbst ausgedachte Theaterstücke vorgeführt :-) Seit dieser Zeit war mir klar: Irgendwann wirst du Schauspieler!"

So wurde also die Idee zur Schauspielerei geboren.

Aktuell kann man Steffen Pescheck in "Patrick 1.5" auf Theatertournee oder bei "Ladys Night" erleben.

"Ich mag "böse" Rollen, bei denen ich in meinen eigenen dunklen Ecken forschen kann. Das fordert mich. Daher gefällt mir die "Patrick" - Rolle sehr. Das ist ja ein homphober, brutaler Kleinkrimineller. Als besonders reizvoll habe ich auch meine Rolle als Mörder "Brandon" im Hitchcock-Stück "Cocktail für eine Leiche" empfunden. Ich denke, dass ich ein echt lieber Mensch bin - natürlich je nach Tagesform! :-) Daher denke ich, dass mich einfach dieser Gegensatz zu meiner eigenen Persönlichkeit sehr reizt”, erzählt Stefan.

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Was ist Patrick 1.5 ? Handlung: Für Göran und Sven ist der große Tag gekommen: Sie leben in einer "eingetragenen Partnerschaft" und schon lange haben sich die beiden Männer gewünscht, ein Kind zu adoptieren. Nun haben sie eine Ausnahmegenehmigung erhalten und erwarten jeden Augenblick die Ankunft von Patrick 1,5 Jahre alt.
 
Durch ein Versehen beim Sozialamt jedoch steht der kriminelle schwulenfeindliche Rabauke Patrick, 15 Jahre alt, in der Tür. Trotz aller Vorurteile, die alsbald zum Vorschein kommen, müssen die drei sich erst einmal arrangieren. Es ist nämlich Gründonnerstagnachmittag und  beim Sozialamt niemand erreichbar. So treffen zwei Welten aufeinander, die beide außerhalb der gesellschaftlichen Normen stehen.

Auf der einen Seite das homosexuelle Paar, auf der anderen Seite der kriminelle Jugendliche, mit dem keiner etwas zu tun haben will. Der Behördenfehler wird zum Auslöser für eine Veränderung im Leben dieser drei.
 
Pointen fliegen wie Frisbee-Scheiben - ein Stück zum Lachen und Nachdenken. 

Wie kamst Du zu dieser Rolle? "Wie ich zur Rolle kam: Der Regisseur und Leiter der Theatergastspiele Fürth Thomas Rohmer hat mich im Internet entdeckt und dachte wohl: Der "Bub" passt! Sieht nett aus - und kann sicher auch böse spielen. Dann haben wir uns zum Vorsprechen getroffen - und am Nachmittag hatte ich meinen Vertrag in der Tasche!", berichtet der junge Schauspieler.

"Zwischen Theater und Film bestehend seeeehr viele Unterschiede. Ein hauptsächlicher Unterschied ist, dass im Film alles viel "kleiner", reduzierter abläuft, als im Theater - wo man relativ "groß" spielen sollte, um auch wirklich alle Menschen im großen Theatersaal zu erreichen. Beim Film macht's
die Reduzierung.

Welche Rolle würdest Du am liebsten spielen ? "Natürlich den 15-jährigen Patrick! :-) Welcher Schauspieler träumt nicht davon, mit (fast) 30 behaupten zu dürfen, dass er einen 15-jährigen spielt. Kurz gesagt: Ich lebe meinen Traum derzeit! :-)

Natürlich gab es auch Lustige Erlebnisse bisher: "Da gibt's einige. Spontan fällt mir ein Drehtag im JUNI ein, an dem es gehagelt hat und wir in einen Keller flüchten müssten. Das kam für uns alle sehr überraschend. Wobei das eher für die Schauspieler lustig war, als für den Regisseur! :-) Ein anderes Mal wurde ich (als Polizist verkleidet)  in der Mainzer Innenstadt von einem Passanten respektvoll nach dem Weg gefragt. Als er meine ehrliche Antwort "Keine Ahnung" hörte, schien er doch ziemlich irritiert", lacht der sympathische Stefan.

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Freizeit hat der Schausspieler natürlich auch.....und dann ? "In meiner Freizeit treffe ich mich mit Freunden, mache Sport und entspanne mich gerne in der Therme. In Zukunft will ich gerne weiterhin Theater spielen und Filme drehen können. Getreu meinem Motto: "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom".

Na dann sind wir in Zukunft mal gespannt, wo Dein Name überall auftauchen wird. Viel Erfolg und danke für das Portrait.

 

Stefan Pescheck im www

www.stefan-pescheck.de